Aus der amtra Fischecke: Goldstücke

Wahre Goldstücke...

Von vielen Fischarten gibt es goldene Zuchtformen. Besonders beliebt sind naturgemäss die Goldformen von Kaltwasserfischen, da man sie im Gartenteich leicht erkennen und gut beobachten kann. Es müssen nicht immer „normale“ Goldfische sein!

Immer erhältlich und preiswert ist die Goldorfe, eine Spielart der Orfe, auch Aland genannt (Leuciscus idus). Es handelt sich bei dieser Art um einen Oberflächenfisch, daher sind die Goldorfen besonders gut und leicht zu beobachten. Allerdings sollte man Goldorfen nicht in zu kleinen Teichen pflegen. Erstens kann der Fisch nämlich gut 30 cm lang werden (der Rekord liegt sogar bei ca. 80 cm, doch sind solche Riesen äußerst selten) und zweitens verträgt er auf die Dauer keine Temperaturen über 24°C. Gerade in kleinen Teichen kann sich das Wasser im Sommer aber ziemlich stark erwärmen.

Hingegen ist die Goldelritze auch und gerade für kleinere Teiche sehr zu empfehlen. Es handelt sich dabei um die Zuchtform der nordamerikanischen Fettkopfelritze, Pimephales promelas. Dieses Fischchen wird in der Regel nicht größer als 5 cm. Man pflegt Goldelritzen am besten im Schwarm von 10 Tieren aufwärts. Die Männchen betreiben eine Brutpflege und bewachen den in Höhlen (also unter Steinen etc.) abgelegten Laich bis zum Schlüpfen der Jungen. 
Diese Fische dürfen nicht in Teichen gepflegt werden, bei denen ein Entkommen der Tiere in die freie Wildbahn möglich ist. Das Aussetzen ist zu recht streng verboten! 

Ein Fisch für echte Gold-Fans ist hingegen die Goldschleie. Denn wie die Wildform, die Schleie (Tinca tinca) ist sie ein reiner Bodenfisch, der nur in der Dämmerung oder 
zur Fütterung in seichtere Regionen kommt. Man wird Goldschleien daher normalerweise nicht sehen. Um so mehr freut man sich aber, wenn man die wunderschönen Tiere dann doch einmal entdeckt! Schleien werden 25–30 cm lang (auch hier liegt die maximal erreichbare Größe höher, bei etwa 60 cm). Die Geschlechter sind leicht zu unterscheiden, weil die Männchen stark vergrößerte Bauchflossen haben. Da Schleien am allerliebsten Wasserschnecken fressen kann man sie gut dort einsetzen, wo sich diese Tierchen zu stark vermehren.