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| Gesamthärte |
Die Gesamthärte:
Unter der Gesamthärte versteht man die Summe aller im Wasser gelösten "Erdalkaliionen". Vor allem das Kalzium gefolgt vom Magnesium sind mit weit über 80% die weitaus wichtigsten Erdalkaliionen des Wassers und damit die Hauptbestandteile der Gesamthärte. Da das Kalzium in den verschiedenen Formen des Kalks im Wasser vorliegt, ist ein kalkhaltiges Wasser damit immer gleichzeitig ein Wasser mit hoher Gesamthärte.
Ein Wasser aus Dolomit-, Gips- oder Kalkregionen ist stets ein hartes Wasser, während Wässer aus Sandstein-, Basalt- oder Granitregionen kaum Kalzium- und Magnesiumionen enthalten und daher zu den weichen Wässern mit niedriger Gesamthärte zählen.
Die Gesamthärte wird in Grad deutscher Gesamthärte (1°dGH) angegeben, wobei 1°dGH genau 17,8mg Kalciumcarbonat in einem Liter Wasser entspricht.
Die Gesamthärte im Aquarium:
Die verschiedenen Härtebildner, allen voran das Kalzium und das Magnesium, sind sowohl für die Fische als auch für die Pflanzen des Aquariums lebenswichtige Bestandteile. Kalzium ist in der Form des Kalziumphosphat der wichtigste Baustein des Skeletts und der Schuppen. Aber auch die derzeit immer populärer werdende Haltung von Garnelen, Krebsen und Schnecken u. a. zur natürlichen Algenbekämpfung macht die Anwesenheit von Härtebildnern zur Ausbildung des Chitinpanzers und der Krebsscheren sowie des Schneckengehäuses erforderlich. Pflanzen benötigen vor allem Magnesium als Zentralatom des grünen Pflanzenfarbstoffs Chlorophyll. Noch viel deutlicher wird die große Bedeutung der Härtebildner im Seewasserbecken. Hier ist eine ständige Kalkzufuhr erforderlich um das Gedeihen der Korallen sicherzustellen.
Beeinflussung der Gesamthärte im Aquarium:
Viele der in Süßwasseraquarien lebenden Fische stammen ursprünglich aus Gegenden, in denen natürlicherweise das Wasser sehr weich ist, also über nur wenige Kalzium- und Magnesiumionen verfügt. Hierzu gehören beispielsweise so bekannte Fische wie der Rote Neon, der Diskus und die meisten Panzerwelse.
Da insbesondere diese Fische sich im Laufe der Evolution gut auf solche Wasserwerte einstellen konnten, indem sie die betreffenden Mineralien (Kalzium, Magnesium) vor allem aus dem Futter aufnehmen, ist es im Interesse dieser Fische erforderlich das in unseren Breitengraden verhältnismäßig harte Wasser zu enthärten. Hierzu stehen grundsätzlich 3 Möglichkeiten zur Verfügung: die Umkehrosmose, der Ionenaustausch und der Einsatz des Flüssigpräparates amtra trop. Während die ersten beiden Möglichkeiten einen relativ kostspieligen und wartungsintensiven Einsatz technischer Hilfsmittel erforderlich machen, genügt bei der Anwendung von amtra trop bereits eine Dosis von 10 bis 15ml/100l um die Härtebildner komplex zu binden und damit der Wirkung auf den Fischorganismus zu entziehen.
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