Erweiterter Lexikoneintrag - Grünalgen
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Spezialwissen Algenkontrolle:

Grünalgen
Grünalgen Die Grünalgen (Chlorophyta) sind eine Gruppe von mehrheitlich aquatischen "niederen" Pflanzen (Plantae), die zu über 90% im Süßwasser vorkommen. Sie zeichnen sich durch das Vorhandensein von grünen Farbträgern oder "Chromatophoren" (Chloroplasten) aus, die die Photosynthese-Pigmente Chlorophyll a und b beherbergen. Grünalgen sind somit photoautotroph, d.h. sie brauchen Licht um zu wachsen. Die Chromatophoren besitzen oft Stärkekörper (Pyrenoide). Innerhalb der Grünalgen existieren unterschiedliche Organisationsformen, von Einzellern und Zellkolonien bis hin zu vielzelligen Strukturen. Man unterscheidet drei Untergruppen wovon die Chlorophycota mit über tausend Arten die umfangreichste Gruppe bildet.

Im Gartenteich treten Grünalgen typischerweise als fädige, gelb-grüne „Algenkissen“ im Frühjahr auf (u.a. Spirogyra). Andere Grünalgenarten (z.B.Cladophora) können bei vermehrtem Nährstoffangebot und bei Neueinrichtungen von Aquarien auftreten. Grünalgen sind generell ein Indikator für gute Wasserqualität, können jedoch auch bei erhöhten Nitrat- und Phosphatwerten vermehrt auftreten. Da Grünalgen mit den Wasserpflanzen nahe verwandt sind, sollte man diese Tatsache bei der Bekämpfung von Grünalgen mit in die Behandlungsmöglichkeit einbeziehen, um bei der Bekämpfung der Algen die Wasserpflanzen im Aquarium möglichst wenig zu stressen, bzw. zu schädigen.