Erweiterter Lexikoneintrag - Bauchwassersucht
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Spezialwissen Zierfischmedizin: Bauchwassersucht.
Bauchwassersucht

Der Begriff der Bauchwassersucht beschreibt keine klar abzugrenzende Krankheit, sondern lediglich ein Symptom.
Besonders durch andere Grundkrankheiten, Stress oder falsche Ernährung geschwächte Fische können sich dem Keimdruck nicht mehr erwehren und zeigen dann typische Symptome dieser Erkrankung.

Wie der Name „Bauchwassersucht“ schon vermuten lässt, leiden erkrankte Fische unter einem aufgetriebenen Bauch, der durch große Mengen Flüssigkeit in der Bauchhöhle hervorgerufen wird, Glotzaugen (Exophthalmus) sowie Flosseneinschmelzungen kommen gleichzeitig vor. Die betroffenen Fische stehen oftmals dunkel verfärbt und apathisch in einer Ecke des Aquariums. Die Flüssigkeit in der Bauchhöhle wird meist dadurch hervorgerufen, dass infolge einer bakteriellen oder viralen Infektion die Niere entzündet ist, und dementsprechend nur noch eine unzureichende Wasser(Urin)ausscheidung erfolgt. 

Generell können die beschriebenen Symptome gleichzeitig oder einzeln auftreten. Verdächtige Fische sollten möglichst in Quarantäne gesetzt werden um eine Erkrankung der anderen Beckenbewohner zu verhindern. 

Im Frühstadium der Bauchwassersucht sollte mit keimreduzierenden Arzneimitteln (z.B. amtra medic 3, amtra medic 4) behandelt werden. Durch Anhebung des osmotischen Drucks im Wasser (amtra medic 6) wird die Ausschwemmung des Bauchwassers begünstigt.