| Nitrit |
Der
Nitritgehalt des Wassers
Nitrit
(NO2) entsteht
bei der biologischen Selbstreinigung im
Boden und in Gewässern als ein
Zwischenprodukt beim Eiweißabbau. Ein
Zwischenprodukt ist es deshalb, weil es natürlicherweise
aus dem Ammoniak
entsteht und unverzüglich in Nitrat
weiter umgebaut wird. Verantwortlich für
diese letzten Umsetzungsvorgänge beim
biologischen Eiweißabbau sind Bakterien, die
im Wasser und im Boden vorkommen.
Nitrit
im Aquarium
Im
Aquarium fallen durch die Fütterung und den
Kot der Fische aber auch durch abgestorbene
Pflanzenteile stets wasserbelastende Eiweißreste
an. Da beim natürlichen Abbau dieser Eiweiße
sowohl Ammoniak als auch Nitrit entstehen, die
für die Fische hochgiftig sind, müssen beide
Substanzen unverzüglich abgebaut werden um
nicht die Fische und alle anderen Lebewesen im
Aquarium zu gefährden. Die Beseitigung des
Nitrits kann nur auf biologischem Wege durch
die Nitrifikationsbakterien bewerkstelligt
werden. Sie siedeln sich vor allem im Filter
an. Man spricht deshalb auch vom biologischen
Filter. Die wichtigsten Nitrit abbauenden
Bakterien gehören zur Gattung Nitrosomonas.
Sie haben das Problem, dass sie nur sehr
langsam wachsen und sich auch entsprechend
langsam vermehren. Daher beansprucht ein
Aquarium mehrere Wochen, schlechtestenfalls
sogar Monate, bis ein einwandfreier
Nitritabbau sicher funktioniert. Erst dann
kann man von einem „eingefahrenen“
Aquarium sprechen und mit gutem Gewissen
Fische einsetzen.
Beeinflussung
des Nitritwertes im Aquarium
In
einem gut funktionierenden Aquarium sollte
Nitrit mit handelsüblichen Wassertests (z.B. amtra
multicheck 5) nicht messbar sein. Auch
nach reichlicher Fütterung sollten 0,5 mg
Nitrit/l nicht überschritten werden. Hierzu
ist ein einwandfrei funktionierender
biologischer Filter erforderlich, der mit
einem Filtermaterial
bestückt ist, das den Nitrifikanten durch
seine Oberflächenstruktur optimale
Besiedelungsvoraussetzungen bietet (z.B. amtra
biopor). Vor allem in neu eingerichteten
Aquarien kann man mittels konzentrierter
Nitrifikantenkulturen das Erreichen einer genügenden
Filterleistung deutlich beschleunigen und
damit den Nitritabbau verstärken (z.B. amtra
clean starter). Ein solches „Beimpfen“ des
Aquariums mit den lebensnotwendigen
Nitrifizierern (z.B. amtra
clean) erhöht die Leistungsfähigkeit des
Biofilters und garantiert so selbst bei
starkem Fischbesatz die erforderliche
Wasserqualität. Nitritwerte, die 1,0 – 1,5
mg/l übersteigen sind für alle Aquarientiere
hoch gefährlich. Hier muss unverzüglich ein
starker Wasserwechsel durchgeführt werden,
der bis zu 90% Wasseraustausch beinhalten
sollte. Es hat sich nämlich in der Praxis
erwiesen, dass Teilwasserwechsel
(ca. 30 bis 50%) kaum einen Effekt auf
die Nitritkonzentration im Wasser haben. Außerdem
schaden extrem hohe Nitritwerte auch den
Nitrit abbauenden Bakterien, so dass sie ihre
Aktivität einstellen. So kommt es zu einem
Teufelskreis von steigenden Nitritwerten bei
immer weiter reduziertem Nitritabbau dem nur
durch einen Wasserwechsel begegnet werden
kann. |