| Oodinium |
Unter
Oodinium versteht man eine parasitäre
Fischkrankheit, die sowohl im Meerwasser als
auch immer häufiger im Süßwasser auftritt.
Die verschiedenen Oodinium-Arten, die bis
heute nicht eindeutig den Algen oder den
„tierischen“ Flagellaten zuordnen sind,
besiedeln vor allem die Haut und die Kiemen,
mitunter wurden sie aber auch schon im
Fischdarm isoliert. Sie erzeugen am befallenen
Gewebe eine hochgradige Entzündung, was mit
einer starken Verschleimung einhergeht.
Dadurch werden die lebenswichtigen
Austauschvorgänge von Haut und Kiemen massiv
beeinträchtigt. Überdies kommt es an den
befallenen Stellen häufig zu einer sekundären
bakteriellen Besiedlung, was den
Krankheitsverlauf erschwert.
Einen
fortgeschrittenen Oodiniumbefall erkennt man
an der Hauttrübung, die mit kleinsten weißen
Pünktchen durchsetzt ist. Umgangssprachlich
wird diese Erkrankung daher auch als
Samtkrankheit bezeichnet. Bisher nahm man an,
dass diese Krankheit lediglich mit
kupferhaltigen Präparaten mit allen
Nachteilen für andere pflanzliche und
tierische Organismen des Biotopes zu bekämpfen
ist. Seit neuestem hat sich nun aber
herausgestellt, dass auch das wesentlich
fischschonendere und in amtra
medic
5 vorhandene Aminonitrothiazol
hervorragend in der Lage ist, diesen Parasiten
erfolgreich zu bekämpfen. Hierzu ist eine
Mindestbehandlungsdauer von 5 Tagen
erforderlich.
Erfahrungen
im Meerwasser und die Reaktion niederer Tiere
in Meerwasseraquarien liegen jedoch derzeit
noch nicht vor.
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