Erweiterter Lexikoneintrag - RedOx
O O
Spezialwissen Wasserkunde: RedOx.
RedOx Der Begriff RedOx setzt sich aus den Anfangssilben von „Reduktion“ und „Oxidation“ zusammen. So unentbehrlich die pH- und Leitwert-Kontrolle ist, so wenig geben diese Messwerte alleine Auskunft über die tatsächliche biologische Belastung des Wassers. Die richtige RedOx-Messung gibt hier wichtige Aufschlüsse. Aber nicht die absoluten werte sind dabei das Maß der Dinge, sondern die gleichbleibende Tendenz der Dauermessung ist wichtig. Anhaltendes Abtriften des RedOx-Wertes bei einem eingefahrenen Aquarium und eingelaufener Elektrode zeigen an, dass ein im Aquarium unerwünschter biologischer Prozess (toter Fisch, faulendes Dekomaterial o.ä.) abläuft. Eine Redox-Messung liefert dann brauchbare Werte, wenn die Elektrode ca. 4 Wochen im Aquarium mit eingeschaltetem Messgerät betrieben wurde. Biologische Richtwerte sind sowohl bei Süss- wie auch bei Meerwasser Werte von 380 bis 450 mV (Milli-Volt). Grundsätzlich kann man sagen, je höher der RedOx-Wert, um so unbelasteter ist das Wasser. In Verbindung mit einer guten Ozonregelung kann auch hier die so wichtige Wasserkonstanz erreicht werden.

Sinnvoll wird die ständige RedOx Messung im Grunde erst bei großen Biotop-Becken, da die Anschaffungskosten der Messgeräte relativ hoch sind (ab ca. 200 EUR).