| Schwimmblase |
Die Schwimmblase, als wichtiges hydrostatisches Organ, ist ein charakteristisches Merkmal der Eingeweide der Knochenfische, das bis zu 7% des Körpervolumens einnehmen kann.
Ihre wichtigste Funktion ist, für den Auftrieb des Fisches zu sorgen, da sowohl der Süß-, als auch der Seewasserfisch ein höheres spezifisches Gewicht als das Wasser besitzen. Mit Hilfe der gasgefüllten Schwimmblase sind Fische in der Lage, dieselbe Dichte wie das umgebende Wasser (Schwebedichte) zu erreichen, d. h. sie können schweben, ohne Energie für den Verbleib in derselben Wassertiefe zu verbrauchen.
Dementsprechend sind Fische mit Schwimmblase in der Lage, Gas aus der Schwimmblase zu absorbieren oder in diese zu sezernieren
(= "ein Sekret absondern"), um ihr Volumen bei sich änderndem Umgebungsdruck konstant zu halten. Diese physiologische Leistung der Gassekretion wird von der Gasdrüse, einem besonders ausgebildeten Bereich der Schwimmblase geleistet.
Bei einigen bodenlebenden oder pelagischen Fischarten fehlt die Schwimmblase hingegen völlig.
Die Schwimmblase entwickelt sich in der Fischlarve aus dem Vorderdarm und kann zeitlebens bei einigen Spezies als Ductus pneumaticus mit diesem verbunden bleiben, bei den meisten Fischen ist diese Verbindung jedoch verlorengegangen.
Darüber hinaus ist die Schwimmblase auch noch an anderen Sinnesleistungen der Fische beteiligt wie z.B. der Schall- und Druckwahrnehmung oder der
Lauterzeugung.
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