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Weichwasserfische Aus den Urwaldregionen der Tropen kommen die farbenprächtigsten und begehrtesten aller Aquarienfische. Das Wasser aus dem sie stammen, hat fast immer einen sauren pH-Wert und ist sehr weich. Der Schachbrett-Cichlide Südamerika ist die Heimat eines sehr beliebten Buntbarsches, den wir Ihnen diesmal vorstellen möchten: der Schachbrettcichlide - Dicrossus filamentosus - ist ein traumhaft schöner Zwergbuntbarsch.
Die Art ist im Rio Negro beheimatet, von wo sie jetzt wieder regelmäßig eingeführt wird. In der Natur leben die Fische in sehr weichem Wasser mit einem stark sauren pH-Wert, doch passen sie sich im Aquarium auch gut mittelhartem, nur leicht saurem Wasser an. Die Männchen werden um ein Drittel größer als die mit etwa 6 cm Länge ausgewachsenen Weibchen. Die Geschlechtsreife tritt bei einer Länge von 6 cm (Männchen) und 4 cm (Weibchen) ein. Die Geschlechter sind auch sonst leicht zu unterscheiden, weil die Weibchen eine runde, die Männchen eine lyraförmige Schwanzflosse besitzen. Im Gegensatz zu den meisten Zwergbuntbarschen der Gattung Apistogramma leben die Tiere polygam, d.h. ein Männchen versammelt einen Harem von mehreren Weibchen um sich. Entsprechend sollte man im Aquarium 4-5 Weibchen pro Männchen einsetzen. Gelaicht wird auf Pflanzenblättern, Wurzeln oder dergleichen. Die Art ist Offenbrüter. Gefressen wird Frost- und Lebendfutter aller Art. Außerhalb der Fortpflanzungsperiode genügen Temperaturen um 24°C, die zur Zucht auf 28-30°C erhöht werden sollten. Häufiger Teilwasserwechsel ist für diese Art besonders wichtig, da die Fische empfindlich auf bakterielle Belastung des Wassers reagieren. Der Smaragd-Prachtbarsch In zahlreichen Farbformen, die allesamt begehrenswerte Aquarienfische sind, kommen die Smaragdprachtbarsche der Art Pelvicachromis taeniatus vor.
Sie bewohnen das tropische Nigeria und Kamerun in Afrika, wo sie entlang der Küste verbreitet sind. Angeblich sind sie dort auch in Brackwasserbereichen anzutreffen, doch benötigen sie zur erfolgreichen Zucht unbedingt weiches und leicht saures Wasser. Sie sind Höhlenbrüter. Das Weibchen ist bei dieser Art weit prächtiger gefärbt als das Männchen. Sie bewacht und betreut auch das Gelege und die frischgeschlüpften Jungfische, während er für die Revierverteidigung zuständig ist. In zu kleinen Aquarien greift das Weibchen aber das Männchen rigoros an, wenn es der Bruthöhle zu nahe kommt. Grundsätzlich sollte, wie bei allen Cichliden, eine Gruppe Jungtiere (5-7 Exemplare) angeschafft werden, aus der sich dann später ein harmonisierendes Paar selbst finden kann. Das Aquarium für diese Fische sollte dicht bepflanzt und mit einigen Versteckmöglichkeiten ausgestattet sein. Die Ernährung ist problemlos. Gefressen wird jegliches handelsübliche Futtermittel. Zur Vergesellschaftung eignen sich vor allem friedliche Salmler und Barben. Man sollte die Smaragdprachtbarsche sogar in Gesellschaft anderer Arten halten, da dadurch zum einen die Scheu der Cichliden veringert wird und zum anderen die innerartliche Aggression in Grenzen bleibt. Doch soll hier nicht der Eindruck erweckt werden, die P. taeniatus seien besonders aggessiv. Als Buntbarsche und verfügen sie aber über ein ausgesprägtes inner- und zwischenartliches Verhaltensrepertoire. Die erreichbare Endgröße liegt bei etwa 9 cm, die Weibchen bleiben noch kleiner. Der Schönflossenbärbling Die nächsten Arten, die - saisonbedingt - besonders erwähnenswert sind, stammen aus dem indo-malaiischen Raum. Beginnen wir mit einem sehr schönen Bärbling von Borneo, Rasbora kalochroma.
Der friedliche Fisch erinnert von der Färbung her an den bekannten Zwergbärbling, Rasbora maculata. Der Schönflossenbärbling wird jedoch mit etwa 7 cm Gesamtlänge deutlich größer. Man sollte solche Fische unbedingt in einem größeren Schwarm von 15 oder mehr Exemplaren halten. Ein Aquarium für Bärblinge sollte sowohl dichte Bepflanzung als auch freien Schwimmraum haben. Kann man den Fischen weiches, leicht saures Wasser bieten, so danken sie es durch eine besonders intensive Färbung. Die Weibchen werden etwas größer als die Männchen und wirken deutlich fülliger. Will man züchten, muss man zur Konditionierung lebende Kleininsekten zufüttern. Der Schlanke Kampffisch Gut zur Vergesellschaftung mit dem Bärbling geeignet sind die beiden größten Arten der schaumnestbauenden Kampffische, Betta bellica und B. simorum. Beide Arten, die von vielen Wissenschaftlern nur als Varianten einer Art, nämlich B. bellica angesehen werden, sind zur Zeit im Zoofachhandel erhältlich.
Die unglaublich farbenprächtigen Fische können gut und gerne 10 cm lang werden. Untereinander sind sie relativ friedlich. So lange kein Schaumnest mit Eiern und Jungen zu verteidigen ist, beschränken sich die Rivalitäten der Männchen untereinander auf ein Imponieren, das herrlich anzuschauen ist. Die Fische sind mit allen Futtersorten leicht zu ernähren. Die Zucht gehört allerdings zur "hohen Schule" der Aquaristik und setzt viel Erfahrung voraus. Oben offene Aquarien sind zur Pflege dieser Kampffische nicht geeignet, da die sprunggewandten Fische bei ihrer Jagd auf Fluginsekten sonst unweigerlich früher oder später auf dem Trockenen landen. |
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