Der Fisch des Monats - Januar 2004

Gnathonemus petersii

Elefantenzucht im Aquarium

Natürlich sind mit „Elefanten“ nicht die riesigen Säugetiere gemeint, sondern die Mormyriden Afrikas, die im Deutschen auch oft als „Nilhechte“ bezeichnet werden.

Freilich ist keine der etwa 200 bekannten Arten von hechtartiger Gestalt und die meisten kommen auch nicht im Nil vor. Daher setzt sich die englische Bezeichnung „elephant fish“ auch hier immer mehr durch. Gerade die beliebteste und am häufigsten importierte Art, der Elefanten-Rüsselfisch (Gnathonemus petersii), zeigt deutlich, wie die Tiere zu ihrem Namen kommen. Der Rüssel dieses Fisches ist aber keine verlängerte Nase, wie beim Elefanten, sondern ein Kinnfortsatz.

Herkunft und Größe
Gnathonemus petersii stammt aus Zentralafrika, genauer gesagt, dem Kongobecken. Hier schwimmt er oft in großen Schulen und wird etwa 25 cm lang. Auch im Aquarium sollte er im Schwarm gehalten werden (ab 7 Tieren aufwärts). Entsprechend muss das Aquarium für diese Tiere eine Länge von 150 – 200 cm aufweisen. 

Aquarieneinrichtung
Vor allem während der Eingewöhnung sind die Tiere sehr scheu und brauchen Verstecke. In dieser Zeit sind sie eher dämmerungsaktiv, was sich später gibt. Eine dichte Bepflanzung, eine Schwimmpflanzendecke und ein dunkler, weicher Bodengrund erhöhen das Wohlbefinden der Fische. 

Fütterung
Elefantenfische fressen vor allem Wurmfutter. Gut gereinigte Tubifex (z.B. amtra frost Tubifex) sind ideal, daneben sollte abwechslungsreiches Frostfutter gereicht werden.

Verträglichkeit
Gegenüber Nicht-Artgenossen sind Elefantenfische friedlich. Hält man aber nur zwei oder drei Exemplare zusammen und nicht, wie es sich gehört, einen Schwarm, dann wird ein Tier sich zum Tyrannen aufschwingen und die Artgenossen hemmungslos unterdrücken, was bis zu deren Tode führen kann.

Zucht
Einige Arten von Elefantenfischen wurden bereits erfolgreich im Aquarium gezüchtet. Hierzu ist es notwendig, eine Regenzeit zu imitieren, was die Reife der Eierstöcke beim Weibchen und die der Hoden beim Männchen auslöst. Eine Regenzeit in den Tropen wird charakterisiert durch ein Absinken der gelösten Mineralanteile im Wasser (am besten mit dem Leitwertmesser zu überprüfen) bei gleichzeitigem Anstieg des Wasserstandes. Im Aquarium muss man dazu über einen Zeitraum von etwa 4 Wochen den Leitwert von ca. 2400 µS cm-1 auf etwa 600 µS cm-1 sinken lassen. Es genügt, wenn der Wasserspiegel dabei um etwa 20 cm schwankt, um die Regenzeit ausreichend zu imitieren. Man entfernt also, um es ganz praktisch auszudrücken, etwa so viel Wasser, dass der Wasserstand um 15 – 20 cm sinkt und lässt dann über eine Woche verteilt das Aquarium mit Wasser mit einem Leitwert von etwa 400 µS cm-1 wieder volllaufen. Nach 4 – 5 Wochen ist der gewünschte Leitwert erreicht und die Tiere beginnen mit der Fortpflanzung.

Dauerlaicher
Elefantenfische laichen über einen längeren Zeitraum immer wieder ab, wenn die Laichzeit für sie einmal begonnen hat. Manche Arten, etwa Mormyrus rume proboscis, sind Laichräuber, die dem eigenen Kaviar nachstellen, andere, wie die kleinen Pollimyrus isidori, bauen sogar Nester, in denen der Laich bewacht wird. Die Larven schlüpfen, je nach Art, nach 3 – 4 Tagen und nehmen nach 10 – 14 Tagen Nahrung auf. Leider werden Artemia-Nauplien als Erstnahrung nicht akzeptiert. Merkwürdigerweise benötigen die Larven nur eine einmalige Fütterung mit Tümpelfutter oder frischen Roten Mückenlarven, bevor sie Artemia-Nauplien annehmen.

Elefantenfische fressen vor allem Wurmfutter. Gut gereinigte Tubifex (z.B. amtra frost tubifex) sind ideal. 
Daneben sollte abwechslungsreiches Frostfutter gereicht werden.

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Bestehend aus ausgewählten Roten Mückenlarven, die mit einer speziellen vitamin- und L-Carnitin-haltigen Diät aufgezogen wurden. Sorgt für eine hochwertige Vitaminversorgung als unverzichtbare Grundlage für Vitalität und Stressresistenz aller Fische

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