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Schleierkampffische: Orchideen der Aquaristik (fs) Zwischen Orchideen und Schleierkampffischen lassen sich viele Vergleiche herstellen. Beide üben einen unwiederstehlichen Zauber auf den Betrachter aus, beide sind der Inbegriff dessen, was man unter Exotik versteht. Und beide sind empfindlich... Die ersten Schleierkampffische erreichten Europa in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts. Seit ihrer Ersteinfuhr sind sie von Legenden umrankt. So sollen z.B. die ersten schleierflossigen Tiere in Kambodscha gezüchtet worden sein, während eigentlich Thailand die Hochburg der Kampffischzucht ist. Auch der Populärname für die Stammform (Betta splendens) ist ja "Siamesischer Kampffisch". Entgegen der immer wieder zu lesenden Schilderung werden in Südostasien keineswegs Schleierformen für die (verbotenen) Wettkämpfe benutzt, sondern kurzflossige Zuchtformen. Diese Fische heißen dort Pla-Kat, was soviel wie Beiß- oder Reißfische heißt. Die hohe Aggressionsbereitschaft, die die Schleierkampffisch-Männchen untereinder zeigen, ist darauf zurückzuführen, daß diese Fische nicht etwa aus der Wildform, sondern aus der Kämpfer-Zuchtform herausgezüchtet wurden, worauf Dr. Jörg Vierke erstmals hinwies. Im Aquarium pflegt man die herrlichen Schleierkampffische am besten im Artenbecken (1 Männchen mit 1-2 Weibchen) oder mit ruhigen, kleinen Fischen. Keinesfalls dürfen Prachtguppies oder Sumatrabarben in einem solchen Aquarium vorhanden sein. Ersteren würden die Kampffische die Flossen zerstören, letztere würden die Kampffische verstümmeln. Betta splendens liebt hohe Wassertemperaturen zwischen 26 und 28°C. Die Weibchen erkennt man an einer kleinen weißen Papille am Bauch. Dadurch können sie sicher von kurzflossigen Männchen, die immer wieder einmal auftauchen, unterschieden werden. |
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