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Tanz
der Schmetterlinge Vor 28
Jahren fand der Aquarienfisch-Exporteur Arthur Werner nahe
der Stadt Merauke im Südosten von Irian Jaya einen
wundervollen Fisch, den Hermann Meinken noch im selben
Jahr, 1974, zu Ehren des Sammlers als Iriatherina werneri
beschrieb. Neu-Guinea ist politisch zweigeteilt. Der Osten
der Insel ist unabhängig und heißt Papua-Neuguinea, der
Westen gehört zu Indonesien und heißt Irian Jaya. So
erklärt sich der Gattungsname, der sich aus "Iria"
von Irian Jaya und "therina", abgeleitet von
Atherina, einer Ohrenfischgattung,
zusammensetzt. Die
Balz der Männchen gehört zu den schönsten Schauspielen,
die man im Aquarium beobachten kann. Mit weitgespreizten
Flossen umsegeln sich die Tiere und die vordere Rückenflosse
der Männchen wird rhythmisch auf- und niedergeklappt.
Dieser Anblick erinnert stark an den Flug eines
Schmetterlings und so war auch schnell ein deutscher Name
für die maximal 4 cm langen Fische gefunden:
Schmetterlings-Ährenfisch. Leider
war die Freude an den Tieren anfangs nicht ungetrübt. Es
wurden aus Geschäftemacherei nur Männchen in den Handel
gebracht, und das zu enormen Preisen.
Doch heute findet man beide Geschlechter im Angebot
des Zoofachhandels. Die Tiere sind enorm empfindlich gegen Umsetzen. Einmal eingewöhnt sind es jedoch unempfindliche Aquarienfische, die allerdings am besten im Artenaquarium oder nur mit zarten und kleinen anderen Fischen gepflegt werden sollten. Die Anpassung an unterschiedliche Wasserwerte ist gut, in der Natur leben sie in weichem und leicht sauren Wasser. Gefressen wird jegliches feine Frost-, Flocken- oder Lebendfutter.
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