Der Fisch des Monats - März 2003


Aphyosemion gardneri

Fische für jeden Geschmack

Es gibt drei Evergreens, die die ganze Bandbreite der Aquaristik repräsentieren: ein Killifisch fürs Artenbecken, ein Regenbogenfisch, der sich auch im Gemeinschaftsaquarium wohlfühlt und ein Fiederbartwels, der einiges an Know-how vom Pfleger erfordert.  

 

Beginnen wir mit dem Killifisch:

Aphyosemion gardneri, der zur Zeit als Nachzucht erhältlich ist, ist eine über weite Teile Westafrikas verbreitete Art. Dort bildet er verschiedene Unterarten aus. Das oben abgebildete Tier gehört zu einem Aquarienstamm von A. gardneri nigerianum, dem Nigeria-Prachtkärpfling. In AQUALOG „Old World Killis I” bildet Dr. Lothar Seegers nicht weniger als 13 verschiedene Fundortvarianten der Unterart ab, die teilweise sehr unterschiedlich gezeichnet sind. Diesen Fisch, der etwa 6 cm Länge erreichen kann, pflegt man am besten in einem gut bepflanzten, mittelgroßen Artenaquarium. Hier bieten 3-4 Männchen und 6-8 Weibchen ein wirklich prächtiges Bild. Im Gegensatz zu vielen Saisonfischen ist dieser Killi durchaus langlebig und kann im Aquarium mehrere Jahre leben. Bei der Fütterung ist darauf zu achten, dass kein Tubifex gereicht wird.  

Bunt wie ein Regenbogen

Nicht nur die Killifische fallen durch ihre außergewöhnlich bunten Farben auf, auch viele Regenbogenfische sind eine wahre Augenweide. Die derzeit häufiger angebotene Art Melanotaenia herbertaxelrodi hat zudem den Vorteil, dass sie bereits ab 5 cm Länge ihre schönen Farben zeigt. Mit etwa 9 cm Länge sind die Fische ausgewachsen. In der Natur kommt die Art nur in einem kleinen Gebiet in Papua-Neuguinea vor, weshalb ausschließlich Nachzuchten im Handel sind. Es sind äußerst friedliche Schwarmfische, die in einem Aquarium ab 1 m Länge ihre Schwimmkünste voll entfalten können. Gefressen wird jegliches nicht zu grobe Futter. An das Wasser stellen die Tiere kaum Ansprüche, nur allzu weich (unter 10°dGH) und sauer (unter pH7) sollte es nicht sein.


Melanotaenia herbertaxelrodi

 

Ein Engel nur dem Namen nach

Synodontis angelicus (der Artname „angelicus” heißt der engelhafte) ist ein wunderschöner Fiederbartwels aus Afrika. Jungtiere (es handelt sich ausschließlich um Wildfänge) sind jetzt, saisonbedingt, wieder häufig im Handel. Allerdings muss man sich vor der Anschaffung eines solchen Tieres genau überlegen, ob man ihm auch die nächsten 15-20 Jahre (und so alt können sie werden) ein passendes Zuhause bieten kann. Denn zum einen werden die Fische gut und gerne 20 cm lang und zum anderen entwickeln sich manche Individuen zu echten Raufbolden. 


Synodontis angelicus

Ein großes Aquarium mit vielen Wurzeln und schnellen Salmlern ist die richtige Unterkunft  für diesen Wels. Eine starke Filterung ist nötig, um die Stoffwechselprodukte abzubauen. Die Perlhuhnwelse brauchen unbedingt  Algen oder pflanzliche Zusatzkost. Außerdem wurde beobachtet, dass sie viel an den Wurzeln im Aquarium herumraspeln. Ansonsten sind sie anspruchslos, was die Fütterung anbelangt.

 
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