Killifische
–
ungeahnte
Farbenpracht im Süßwasseraquarium
In
den Tropen und Subtropen Asiens, Afrikas, Europas und
Amerikas leben die Eierlegenden Zahnkarpfen, von den
Zierfischfreunden meist kurz als „Killifische“
bezeichnet. Es sind die buntesten Fische, die man sich nur
vorstellen kann und zudem meist leicht zu pflegen.

Nothobranchius rachovii
Einer
der Buntesten unter den Bunten ist Rachows Prachtgrundkärpfling,
Nothobranchius rachovii. Der in Afrika (Mozambik bis Südafrika)
verbreitete Fisch wird derzeit wieder von vielen
Zierfischzüchtereien angeboten. Die Pflege ist nicht
schwer, allerdings neigen die Tiere in weichem Wasser zum
Befall mit Oodinium. Zur Pflege wird an die
Wasserbeschaffenheit kein hoher Anspruch gestellt, weshalb
man, um der Krankheit vorzubeugen, am besten mittelhartes
Wasser verwendet (10–15°GH). Am besten pflegt man von
dieser Art eine ganze Gruppe von 5–6 Männchen und etwa
10 Weibchen in einem Artenaquarium von ca. 60 cm Länge.
Bei Temperaturen von 26–28°C sind die Tiere
ununterbrochen mit ihren prächtigen Balzspielen und dem
Ablaichen beschäftigt – ein herrlicher Anblick.

Aplocheilus blockii
Aus
Asien, genauer gesagt aus Südindien, kommt der reizende
Vorderindische Zwerghechtling, Aplocheilus blockii. Diese
bis zu 4 cm lange Art war bisher nur ganz selten bei
Spezialisten zu finden, doch gelang es kürzlich, die Art
zu importieren, so dass sie nun für jedermann erhältlich
sein dürfte. Die anspruchslosen, wunderhübschen und
friedlichen Fische sind am besten mit kleinen, friedlichen
Salmlern oder Bärblingen zu vergesellschaften. Sie
bevorzugen den oberen Beckenbereich. Einige
Schwimmpflanzen sollten vorhanden sein, dann fühlen sich
die Fische sicherer.
Gut
für ein Gesellschaftsaquarium mit friedlichen Fischen ist
auch der Kap Lopez, Aphyosemion australe, geeignet, der
sowohl wildfarben als auch in der Zuchtform „Gold“ zum
eisernen Bestand der Aquarienfische zählt. Gut bepflanzte
Aquarien mit dunklem Bodengrund lassen die aus Westafrika
stammende Art wunderschön aussehen.

Aphyosemion gardneri
Für
alle hier vorgestellten Arten gilt: Gefüttert werden kann
jegliches der Größe der Fische angepasstes Futter.
Pflanzen werden nicht behelligt. Zu den „kurzlebigen“
Saisonfischen zählt nur der Prachtgrundkärpfling. Seine
Lebenserwartung beträgt etwa ein Jahr. Die anderen Arten
leben etwa so lange, wie man das von Guppy, Platy etc. her
auch kennt. Jedem Aquarianer, der etwas Besonderes sucht,
können die Killifische wärmstens empfohlen werden.
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