![]() Aulonocara „Painted“, Paar |
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Fischkundlich
gesehen gibt es mittlerweile 6 Kontinente. Zu Asien,
Afrika, Australien, Europa und Amerika ist noch „Aquaria“
hinzugekommen - eine scheinbar unerschöpfliche Quelle
noch nie gesehener Fischformen. Die neueste Entdeckung aus „Aquaria“ ist ein Buntbarsch, bei dessen Evolution wohl verschiedene Buntbarsche des Malawisees Pate waren. Gehandelt wird der Fisch unter dem Namen Aulonocara „Painted“. Von den Kaiserbuntbarschen der Gattung Aulonocara hat er auch die Körperform. Andere Körpermerkmale erinnern eher an verschiedene Haplochromis-Verwandte. Doch das Besondere an diesem Fisch ist seine einzigartige, gescheckte Färbung, wie sie weder von dem einen, noch von dem anderen bisher bekannt geworden ist. Man mag ja zu Kreuzungsprodukten stehen wie man will: Ein Blickfang stellen die ca. 10 cm groß werdenden Fische allemal dar. Entschließt man sich zur Haltung, sollte man gleich 7-10 Exemplare kaufen. Es werden kaum zwei identisch gefärbte Tiere dabei sein. Die Männchen, die es in überwältigender Überzahl gibt, haben deutlich ausgeprägte Eiflecken in der Afterflosse. Die Haltung ist problemlos, nur sollte das Wasser nicht zu weich und nicht sauer sein. Gegenüber artfremden Fischen sind Aulonocara „Painted“ friedfertig und auch untereinander verlaufen Streitereien harmlos, sofern man nicht nur ein Pärchen oder zu wenige Tiere beisammen hält.
Aus Südamerika kommt der Saugwels Leporacanthicus triactis, der noch vor seiner wissenschaftlichen Benamung die Bezeichnung L91 erhielt. Diese in Venezuela (oberer Orinoko) heimische Art ist eigentlich leicht zu erkennen. Im Gegensatz zu vielen anderen Saugwelsen sind die Fische wenig variabel, was die Färbung angeht. Und doch kamen kürzlich zwei Tiere nach Deutschland, die durch ihre wunderschön gezeichnete Rückenflosse auffallen. Und mehr noch - es handelt sich um ein Pärchen! Die momentan etwa 12 cm langen Tiere können allerdings noch etwas wachsen. Das Weibchen unterscheidet sich vom Männchen durch die geringere Flossengröße und die schwächer ausgeprägte Körperbestachelung. Sie ist ferner schwächer gefärbt, doch kann man bei nur zwei Tieren noch nicht sagen, ob das ein allgemeingültiger Geschlechtsunterschied ist. Der pH-Wert in der Natur betrug zum Zeitpunkt des Fanges der Typenexemplare 6,5 bei einer Temperatur von 27°C. Gefangen wurden die Fische in Steinhöhlen am Ufer. Man kann also davon ausgehen, dass es sich um einen Höhlenbrüter handelt. Mit den zwei ungewöhnlichen Fischen werden derzeit Zuchtversuche angestellt. Sollte es gelingen, erfahren Sie es hier auf unserer Website.
Eine ganz ungewöhnliche Grundel erreichte unsere Schwesterfirma Aquarium Glaser aus West-Sumatra. Es handelt sich um einen Angehörigen der Gattung Sicydium, einer überall in den Tropen Asiens, Afrikas und Süd- und Mittelamerikas verbreiteten Gattung. Aufgrund des Fundortes dürfte es sich um Sicydium macrostetholepis, einen Vertreter der Untergattung Sicyopterus, handeln. Unter diesem Namen sind die Fische auch derzeit im Handel. Auffällig ist vor allem die wunderschön gefärbte Schwanzflosse der Tiere. In der Natur leben diese Fische, die etwa 9 cm groß werden, in klaren Bächen mit steinigem Untergrund. Die Männchen färben sich blaugrau, während die Weibchen eine beige Grundfärbung mit dunklen, senkrechten Binden zeigen. Die Männchen besetzen kleine Reviere, die Weibchen ziehen in kleinen Trupps von 5-6 Tieren umher. Sie fressen in erster Linie Aufwuchs, nehmen im Aquarium aber jegliches übliche Futtermittel. Die Larven sind winzig klein und werden von der Strömung ins Meer gedriftet, von wo aus sie nach der Metamorphose wieder in die Bäche einwandern. Mit ihrer sehr kräftig entwickelten Bauchsaugscheibe (umgewandelte Bauchflossen) können die Tiere sogar Wasserfälle überwinden. Das Aquarium daher gut abdecken!
Ein bildschöner Killi wird derzeit aus Kamerun verstärkt importiert: Der Breitflossige Leuchtaugenfisch Procatopus nototaenia in der Farbform „Yabassi“ (LOG A74062). Diese Farbform zeichnet sich durch ihre besondere Afterflossenzeichnung aus. Die Flosse ist hier mit roten, waagerechten Streifen versehen, während bei den „normalen“ Pnototaenia hier nur rote Punkte zu erkennen sind. Die unglaublich farbenprächtigen, sehr friedlichen und ständig in Bewegung befindlichen Fische sind wirklich eine Augenweide. Man sollte sie immer im Schwarm halten. Dann rivalisieren die Männchen untereinander in harmlosen Schaukämpfen und balzen vor den Weibchen. Die äußerst friedfertigen Tiere dürfen nicht mit ruppigen anderen Fischen zusammen gehalten werden, ansonsten sind sie anspruchslos. Abgelaicht wird in Gesteinsspalten. Die Eier benötigen etwa 3 Wochen zur Entwicklung. Im allgemeinen fressen die Tiere gerne Flockenfutter, doch sollte unbedingt auch feines Frostfutter und, falls möglich, Lebendfutter in Form von Wasserflöhen und Drosophila gereicht werden. |
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