|
Top
Ten: Russland
Unsere Top Ten der beliebtesten Aquarienfische
präsentieren wir diesmal aus Russland. Noch vor wenigen
Jahren galt das Interesse der Aquarianer in Russland vor
allem Stechrochen und allen Barschen in XXL-Größe.
Obwohl
natürlich diese Fische immer noch gerne gehalten werden,
hat sich mit zunehmendem Angebot das Spektrum der
populären Fische so erweitert, dass vom Guppy bis zum
Knochenzüngler alle möglichen Arten in russischen
Aquarien zu finden sind. Ein Großteil des Bedarfs wird
von leistungsfähigen Züchtern im Land geliefert. Immer
wichtiger werden jedoch auch Importe aus Asien, Europa
und Südamerika. Die aktuelle Hitliste erhielten wir von
Michail Berezin, unserem Partner aus Moskau. Vielen Dank
dafür!
Platz 1

Papageienbuntbarsch – red
Parrot Cichlid
Mit dem
Papageienbuntbarsch oder auch Blood Parrot finden wir
auf Platz 1 einen kuriosen Fisch, bei dem es sich um
eine Mutante handelt, die gezielt nachgezüchtet wird.
Die genaue Herkunft der Zuchtform ist unbekannt, aber
man geht davon aus, daß es sich um eine Mutante des in
Mittelamerika beheimateten Flamingobuntbarsches
Amphilophus labiatus handelt. Andere Quellen beschreiben
den Fisch als Kreuzung zwischen Amphilophus citrinellum
und Vieja synspila. Die ersten Exemplare erschienen 1992
auf dem asiatischen Markt und sind mittlerweile auch in
Russland sehr beliebt. Da es sich um eine Zuchtform mit
abnormem Körperbau handelt, wird seine Eignung als
Aquarienfisch in Europa sehr kontrovers diskutiert.
Platz
2

L-Welse - Loricariidae
Kaum Einschränkungen für
die Eignung als perfekten Aquarienfisch gibt es für die
Welse aus der großen Gruppe der Loricariiden. Besonders
weiß oder gelb gepunktete Tiere sind zur Zeit sehr
beliebt. (zum Beispiel L-5 „Peckoltia angelicus“ (es
handelt sich um eine Hypancistrus-Art), LDA-33
Baryancistrus spec. „Snowflake“, L-81
Baryancistrus spec. „Orange Seam“ und L-14
Scobinancistrus aureatus „Goldy“). Viele dieser
beliebten Welse sind Algenvertilger und können in jedem
Gesellschaftsbecken gepflegt werden. Allerdings sollte
man viel pflanzliche Kost nachfüttern (vor allem bei
Baryancistrus) und eine große Wurzel zum Raspeln und
Verstecken sollte auch nicht fehlen. Hypancistrus und
Scobinancistrus hingegen sind Fleischfresser.
Platz
3

Malawi Cichliden
Die
knallbunten Vertreter der Buntbarsche aus dem Malawisee
erobern sich den dritten Platz in der Top Ten. Vor allem
die blauen Maylandia (früher: Pseudotropheus) zebra und
zitronengelben Maylandia lombardoi werden als
Korallenfische des Süßwassers gerne gepflegt. Die Fische
sind Maulbrüter und wenn man ihnen eine
abwechslungsreiche Unterwasserlandschaft aus Steinen in
einem geräumigen Becken anbietet, wird der Zuchterfolg
auch nicht lange auf sich warten lassen. Man muss immer
mehrere Weibchen pro Männchen in das Aquarium setzen.
Das Wasser muß sauber sein und da die Tiere starke
Fresser sind (aufpassen: ballaststoffreiche,
nährstoffarme Kost geben und nicht überfüttern!), muss
die Filterung über einen leistungsstarken Filter
erfolgen.
Platz
4

Skalare – orinoco altum
Skalar
Die Segelflosser
Pterophyllum scalare sind Evergreens der Aquaristik. Die
vielen Zuchtformen haben außer dem hohen Wuchs kaum noch
Ähnlichkeit mit der Wildform aus dem mittleren Amazonas.
In letzter Zeit legt man bei der Selektion der
Zuchttiere wieder mehr Wert auf gute Qualität, so dass
auch außergewöhnliche Farbvarianten wie zum Beispiel „Scalare
Koi“ oder „Scalare Red Phantom“ erfolgreich gepflegt
werden können. Die Wassertemperatur sollte allerdings
25° C nicht unterschreiten und die Wasserwerte sollten -
bei aller Anpassungsfähigkeit der Fische - nicht zu
alkalisch sein.
Platz
5

Tanganjika-Cichliden
Die afrikanischen
Cichliden des Tanganjikasees erfreuen sich bei den
Aquarianern in Russland seit zwei Jahren großer
Beliebtheit. Am häufigsten importiert und gepflegt
werden Arten aus den Gattungen Lamprologus, Cyphotilapia,
Julidochromis und Paracyprichromis.
Platz
6

Fiederbartwelse –
Synodontis spec.
Diskus und Skalare auf
dem sechsten und siebten Platz stammen ursprünglich aus
Südamerika. Mittlerweile gibt es unzählige Farb– und
Formvarianten und nicht immer kann man den Sinn einer
neuen Zuchtform ganz nachvollziehen. Es bleibt zu
hoffen, dass sich die Züchter wieder mehr an den Idealen
der Wildform orientieren und der Diskus nicht zu einem
plakatfarbigen Billigfisch verkommt.
Die
ebenfalls aus Afrika kommenden Welse der Gattung
Synodontis befinden sich auf dem sechsten Platz der Top
Ten. Es gibt viele interessante Arten unter ihnen und
die meisten sind sehr gut für die Aquaristik geeignet.
Besonders attraktiv gefärbt und deshalb beliebt sind
Synodontis angelicus, Synodontis multipunctatus und
Synodontis petricola.
Der
Rückenschwimmende Kongowels Synodontis nigriventris
fasziniert den Betrachter durch seine ungewöhnliche
Schwimmhaltung.
Platz
7

Silberner Arowana –
Osteoglossum bicirrhosum
Etwas Besonderes ist der
silbernfarbene Arowana Osteoglossum bicirrhosum aus der
urtümlichen Familie der Knochenzüngler. Man nennt diese
beeindruckenden Fische auch Gabelbärte, aufgrund der
charakteristischen Maulfortsätze. Die Gabelbärte
behalten die Jungfische so lange im Mund bis der
Dottersack der Jungfische verbraucht ist. Erst dann
werden sie in die Welt “hinausgespuckt”.
Platz
8

Goldfisch – Carassius
auratus
Die
Goldfische auf Platz 8 erfreuen sich auch in Russland
großem Interesse. Besonders beliebt sind momentan
Orandas „Red cap“, Orandas „Black Moor“ und rote Ranchu.
Platz
9

Sumatrabarbe – barbus
tetrazona
Platz 9 der Hitliste
erschwimmt sich eine kleine Barbe, die seit Jahrzehnten
in der Aquaristik bekannt ist. Die Sumatrabarbe Barbus
tetrazona ist ein äußerst lebhafter Schwarmfisch, der in
einem nicht zu kleinen Becken gut aufgehoben ist. Man
kann sie auch mit anderen asiatischen Fischen
vergesellschaften – nur mit Skalaren und langflossigen
Labyrinth-fadenfischen sollte man die wuselige Barbe
nicht zusammen halten. Obwohl die Sumatrabarbe ein recht
widerstandsfähiger Fisch ist, sollte man über Torf
filtern, so dass der pH-Wert leicht im sauren Bereich
liegt. Die Barben werden es mit besonders schönen Farben
und einem langen Leben danken.
Platz
10

Roter neon –
Paracheirodon axelrodi
Der Rote Neonsalmler
Paracheirodon axelrodi darf natürlich in keiner Hitliste
fehlen und ist ein würdiger Abschluss der russischen Top
Ten. Auch dieser Schwarmfisch freut sich über leicht
saures, torfiges Wasser. Dann erstrahlt der neonblaue
Leuchtstreifen besonders intensiv und zaubert in das
Aquarium eine Atmosphäre wie eine Sommernacht unter
einem tropischen Sternenhimmel. |