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![]() Colomesus psittacus |
Aquaristik –
Kunterbunt
(ugd.) Wenn man sich mit Aquarianern unterhält, so fällt auf, dass es immer wieder zwei Dinge gibt, die sie ärgern: Algen und Schnecken. Beides sind keine wirklich schlimmen Dinge, doch sie nerven halt. Als Schneckenbekämpfer hoch im Kurs stehen daher Kugelfische. Viele Arten haben aber gewisse Nachteile: Als ausgeprägte Individualisten sind sie oft schwer einschätzbar in Bezug auf ihr Verhalten gegenüber Mitbewohnern. Hinzu kommt noch, dass gerade die meistimportierten Arten aus Asien gerne etwas Salz im Wasser haben, was den Pflanzen aber nicht gut bekommt. Ganz anders der Südamerikanische Kugelfisch, Colomesus psittacus. Er kann ohne Einschränkung als friedlicher Fisch empfohlen werden und lebt auch in der Natur in reinem Süßwasser. Allerdings gibt es ihn, saisonbedingt, nicht immer zu kaufen. Jetzt ist er aber erhältlich – also zugreifen. Die Buntbarsche der großen afrikanischen Grabenseen (Tanganjika- und Malawi-See) sind unter den Aquarianern sehr beliebt. Unter den Fischen, die immer wieder nach dem Motto „groß-größer-großartig“ gepflegt und gezüchtet werden, steht der Tanganjika-Beulenkopf (Cyphotilapia frontosa) ganz oben in der Favoritenliste.
Immer wieder werden Nachzuchten der verschiedenen Varianten des etwa 30 cm groß werdenden Maulbrüters angeboten. Damit sich die Fische wohl fühlen, brauchen sie geräumige Höhlen und das Aquarium sollte nicht zu grell beleuchtet sein. Mitbewohner dürfen weder hektisch noch agressiv sein. Ein ausreichend großes Aquarium sollte eine Selbstverständlichkeit sein, wenn man solche Fische pflegen möchte. Gefüttert werden die sympathischen Riesen mit kräftigem Frostfutter wie zum Beispiel amtra frost oder amtra sano.
In einem Gesellschaftsaquarium gibt es Fische verschiedenen Typs. Meist sind es zwei oder drei Fischschwärme, um die sich der restliche Besatz gruppiert. Als Schwarmfisch werden meist Barben, Bärblinge oder Salmler gewählt. Wer einmal etwas anderes ausprobieren möchte, dem sei der Afrikanische Schwalbenschwanzwels (Eutropiellus buffei) wärmstens empfohlen, der uns jetzt wieder verstärkt erreicht. Ein 20köpfiger Schwarm dieser unermüdlichen Schwimmer ist ein Blickfang sondergleichen. Diese Fische schwimmen übrigens auch im Aquarium immer im Schwarm umher, wogegen die meisten Barben und Salmler ja bekanntlich früher oder später das Schwarmschwimmen aufgeben und sich nur noch in Ausnahmesituationen zum echten Schwarm zusammenfinden.
Zu den
Highlights größerer Gesellschaftsbecken gehört immer
ein Schwarm von Prachtkopfstehern, Anostomus anostomus.
Aber hier muss es wirklich ein Schwarm von mindestens 12
Tieren sein, sonst kommt es zu gefangenschaftsbedingtem
Fehlverhalten und die Tiere werden streitsüchtig. Wer
also über ein großes Südamerikabecken verfügt und
mit diesem herrlichen Fisch liebäugelt, der sollte
jetzt zugreifen. Die derzeit angebotenen Fische haben
eine ideale Größe (5–6 cm), auch wenn sie noch nicht
so farbenprächtig sind wie die ausgewachsenen Fische.
Doch die Farbe kommt von alleine und kleinere Fische gewöhnen
sich weitaus besser ein als erwachsene Tiere. |
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