Der Fisch des Monats - Juli 2003


Chilodus punctatus - Punktierter Kopfsteher


Die Welt steht Kopf....

für eine ganze Reihe Salmler aus Südamerika. Diese Fische haben sich in der Natur darauf spezialisiert, Aufwuchs von Totholz und Wasserpflanzen abzuweiden. Das Mäulchen der Tiere ist im Laufe dieser Spezialanpassung immer weiter nach oben, auf die Kopfoberseite gewandert. Manche Arten können dadurch, ohne ihre normale Kopf-nach-unten-Stellung aufzugeben, die Unterseite von Wurzeln nach Futter absuchen! 

Jede der Kopfsteher-Arten lässt sich im Aquarium pflegen, doch muss man einige Besonderheiten dieser Fische beachten. So ist bei allen Arten ein großer Bedarf an pflanzlicher Zusatznahrung vorhanden. Trägt man dem nicht durch ständig im Aquarium vorhandene Pflanzenkost (Stücke von Gemüsegurken, Blätter von Spinat oder anderen Blattgemüsen, die man vorher, um sie zart zu machen, tiefgefrieren muss) Rechnung, so werden sich die meisten Kopfsteher an den Aquarienpflanzen vergreifen. Solche Pflanzenkost befestigt man am besten mit einem Gummiring an einem Stein. Dieses Futter muss täglich frisch gereicht werden, sonst beginnt es zu faulen und belastet das Wasser. Außerdem haben alle Kopfsteher eine ausgeprägte und komplizierte Sozialstruktur. Man muss sie entweder in größeren Gruppen (ab 10 Exemplaren aufwärts) oder einzeln pflegen, sonst kann es zu schlimmen Streitigkeiten zwischen den Tieren kommen. 


Chilodus zunevei Gyana-Kopfsteher

Vielleicht sagen Sie jetzt: phhh, so ein Fisch kommt mir nicht ins Haus! Aber glauben Sie uns, sieht man die prächtigen Geschöpfe (sie werden, je nach Art, 8-15 cm groß) mit ihrer ulkigen Schwimmweise im Zoofachhandel, so wirft man schnell seine guten Vorsätze über Bord und lässt sich nur allzu gerne zum Kauf verführen. Dagegen gibt auch nichts einzuwenden, doch bitte beherzigen Sie die hier aufgeführten Ratschläge. Dann haben Sie und Ihre neuen Fische lange Freude aneinander. 


Chilodus zunevei - (Farbvariante)

Kopfsteher sind bezüglich der Wasserwerte sehr anpassungsfähig. In der Natur leben sie meist in weichem, sauren Wasser, doch bereitet ihre Pflege auch in relativ hartem und leicht alkalischen Wasser (pH 7,8) keine Probleme. Die Wassertemperatur sollte im Bereich von 24-26°C liegen.

 
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