![]() |
|
![]() Weibchen von Apistogramma cf. cruzi über dem Gelege in Brutpflegekleid |
|
|
Top-aktuell: der Cruz'
Zwergbuntbarsch.
Die ungeheure Arten- und Formenvielfalt der Zwergbuntbarsche der Gattung Apistogramma setzt Liebhaber und Fachleute immer wieder gleichermaßen in Erstaunen. Eine der variabelsten Arten ist dabei Apistogramma
cruzi, den Sven O. Kullander 1986 zu Ehren von José Cruz Rodriguez beschrieb.
Cruz´ Zwergbuntbarsch wird im männlichen Geschlecht etwa 8 cm lang, die Weibchen bleiben mit etwa 5,5 cm. Gesamtlänge deutlich kleiner. Es handelt sich also um einen typischen Zwergbuntbarsch, der auch mit verhältnismäßig kleinen Aquarien zufrieden ist (ab 60 cm Länge). Hinsichtlich der Wasserwerte sind die Zwergbuntbarsche der cruzi-Gruppe nicht sonderlich anspruchsvoll. Sie können im allgemeinen auch gut in mittelhartem und neutralem Wasser gepflegt werden. Wie viele Apistogramma-Arten bilden die Fische eine Mutterfamilie. Das polygame (sich also mit mehreren Weibchen paarende) Männchen ist für die Bewachung der Reviergrenzen zuständig. Hält man die Fische in Gruppen, so ist zu beachten, dass die brutpflegenden Weibchen äußerst aggressiv reagieren können. Man kann viel zum Abbau dieser innerartlichen Aggression beitragen, wenn man die Zwergbuntbarsche mit oberflächenorientiert lebenden Salmlern vergesellschaftet. Typischerweise sind die Tiere Höhlenbrüter, worauf auch die auffällig rot gefärbten Eier hinweisen. Doch beweist das Foto des brutpflegenden Weibchens, dass in sehr dunkel stehenden Aquarien auch mehr oder weniger offen abgelaicht werden kann.
Die Aufzucht der Jungfische, die von Anfang an Artemia-Nauplien bewältigen können, gelingt in der Regel ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Viele Apistogramma-Arten sehen einander recht ähnlich und bei den vielen Farbvarianten, die die Arten ausbilden, ist eine Unterscheidung oft nicht einfach. Die Merkmalskombination: drei Unterbauchstreifen beim Männchen, längsovaler Schwanzwurzelfleck, der sich über die gesamte Höhe des Schwanzstiels erstreckt und vom obligatorischen Körperlängsband getrennt ist, runde Schwanzflosse und ein großer dunkler Fleck auf dem Kiemendeckel (letzteres Merkmal in Prachtfärbung nur schlecht zu sehen), tritt in dieser Form aber nur noch bei den brasilianischen Apistogramma moae (der sehr eng mit A. cruzi verwandt ist) und (teilweise) A. regani auf. Bei A. moae sind aber in der Regel die ersten Stacheln der Rückenflosse und der erste Afterflossenstrahl tiefschwarz gefärbt. Außerdem ist die Art nicht so hochrückig. A. regani hat im Gegensatz zu diesen zwei Arten keine deutlichen dunklen Flecken im unteren Teil der Rückenflosse. |
|
|
|
|||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||