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![]() Dreifarbige Schleie |
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Neue Zuchtformen bei
Gartenteichfischen Obwohl die Kaltwasseraquaristik insgesamt nur eine Nebenrolle im Hobby spielt, sind neue Zuchtformen bei einigen Fischarten entstanden, die vor allem für die Gartenteichhaltung vermehrt werden, aber auch im Aquarium echte Hingucker darstellen. Vielfarbige Schleien Die Schleie, Tinca tinca, ist bereits in der Wildform ein schöner Fisch. Lange kennt man eine goldfarbige Zuchtform, die Goldschleie (siehe: Wahre Goldstücke April 05). Jetzt tauchten 2004 erstmals auch dreifarbige Schleien auf dem Markt auf, deren Farbverteilung (rot, schwarz und weiß) häufig an die der Kois erinnert. Neben diesen sehr attraktiven Fischen gibt es jetzt auch rein weiße Schleien, weiße Schleien mit goldenem Rücken und viele verschiedene zweifarbige Kombinationen, wobei gold und schwarz die vorherrschenden Farben sind.
Die Zukunft wird zeigen, ob
diese Fische sich reinerbig vermehren lassen. Die
Geschlechter sind bei Schleien ab etwa 10 cm Länge
völlig problemlos zu unterscheiden, weil die Männchen
dann stark vergrößerte Bauchflossen entwickeln.
Man kann in solchen
Fällen immer streiten, ob die Goldform schöner als die
Naturform ist oder nur ein trauriger Abklatsch
derselben. Doch es ist und bleibt eine Tatsache, dass
jeder Fischkenner, ob Gegner oder Befürworter von
Zuchtformen, spontan innehält und interessiert schaut,
wenn er eine solche neue Form erstmals zu Gesicht
bekommt.
Es handelt sich vielmehr um eine weitere Zuchtform der Orfe (Leuciscus idus), analog der schon seit Jahrzehnten bekannten Goldorfe, über die wir in der letzten Ausgabe der news berichteten. Bei der Blauen Orfe ist der Rücken blauschwarz, der Bauch hingegen weißsilbern. Dadurch wirkt dieser Fisch auch im Aquarium, bei seitlicher Ansicht, ziemlich attraktiv. So richtig blau wirkt der Fisch jedoch nur in der Draufsicht, und das auch nur bei kristallklarem Wasser. Die Orfe ist ein ziemlich großwüchsiger Fisch, der in entsprechend großen Teichen leicht über 50 cm lang werden kann. Temperaturen über 22°C werden auf die Dauer schlecht ertragen. Hält man Orfen im Zimmer, so ist auf einen schattigen Standort des Aquariums im Sommer zu achten.
Die Zucht von Orfen gelingt üblicherweise weder im Aquarium noch im Teich, denn Orfen sind Wanderfische, die stromaufwärts ziehen, um zu laichen. Nur in Gartenteichen mit integriertem Bachlauf, vor dessen Auslauf man eine ordentliche Kiesbank aufschütten muss, ist damit zu rechnen, dass sich die Orfen natürlich vermehren. In den Fischzuchtanstalten gewinnt man Laich und Milch gewöhnlich durch Abstreifen und befruchtet anschließend künstlich. |
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