Der Fisch des Monats - August 2003


Edelkrebs (Astacus astacus) 

Es krabbelt im Aquarium

Ein besonderer Zweig der Vivaristik findet immer mehr Anhänger: die Pflege und Zucht von Krebstieren. Meist werden die verschiedenen Arten von Garnelen oder Langschwanzkrebsen gepflegt. 

Schöne, rein aquatisch lebende Krebse sind die Edelkrebse. Leider ist der einheimische Edelkrebs (Astacus astacus) nur noch selten anzutreffen. Im Aquarium ist er gut zu halten und zu züchten, wenn man dafür sorgt, dass die Wassertemperaturen dauerhaft unter 20°C gehalten werden.


Nordamerikanischer Edelkrebs (Procambarus clarkii)

Ein prachtvoller Krebs ist der aus Nordamerika stammende Procambarus clarkii, der nicht nur rot, sondern auch leuchtend blau gefärbt sein
kann. Er ist ein ausgezeichneter und ausdauernder Aquarienbewohner, den man allerdings im Artenaquarium halten muss, da weder Fische noch die Bepflanzung vor ihm sicher sind.

Doch auch die Krabben (ein anderer Name für diese Tiere: Kurzschwanzkrebse, weil sie ihren Schwanz unter den Bauch geklappt tragen) sind einen Versuch wert. Es handelt sich um recht intelligente Individualisten, die eine gewisse Bindung an ihren Pfleger entwickeln. Am häufigsten wird die abgebildete Afrikanische Landkrabbe im Zoofachhandel angeboten. Sie gehört in ein Aquaterrarium.


Afrikanische Landkrabbe (Cardisoma armatum) 

Die Krebse die nachfolgend vorgestellt werden, haben sich allesamt mehr oder weniger vom Wasser emanzipiert. Zwei Arten, nämlich die Halloween-Krabbe und der Landeinsiedler, leben fast vollständig an Land, während die Mangrovenkrabbe und die Winkerkrabbe am besten in einem Aqua-Terrarium untergebracht werden, da sie zumindest zeitweise gerne mal auf Tauchstation gehen.


Halloween-Krabbe (Gercarcinus ruricola) 

Diese prachtvolle Landkrabbe gibt es in zwei Farbvarianten, nämlich mit roter und mit weißer Grundfärbung. Diese Varianten kommen in beiden Geschlechtern vor und können friedlich zusammen gehalten werden. Grundsätzlich sind die Tiere Vegetarier, doch nehmen sie auch gelegentlich Frostfutter für Aquarienfische, wie z.B. amtra frost rote mückenlarven oder idealerweise amtra premium crab an. Besonders drollig sieht es aus, wenn sie die Stengel von Petersilie wie Salzstangen knabbern. Auch wenn sich die Krabben weitestgehend an Land aufhalten, sollte man ihnen eine flache Schale mit stets frischem Wasser in das Terrarium stellen. Die Krabben sind dämmerungsaktiv, tagsüber halten sie sich gerne versteckt. Auch wenn sie untereinander recht friedlich zu sein scheinen, muss man immer berücksichtigen, dass Krabben (wie alle Krebse) nach der Häutung weich und verletzlich sind. Frischgehäutete Tiere brauchen also gute Versteckmöglichkeiten, um vor eventuellen kannibalischen Gelüsten ihrer Mitbewohner sicher zu sein. 
Die Tiere klettern ausgezeichnet, das Becken muss also gut abgedeckt sein! Eine Bepflanzung des Beckens ist aufgrund der Ernährungsgewohnheiten schwierig, Vorsicht vor allem bei giftigen Zimmerpflanzen!



Winkerkrabbe (Uca pugnax) 

Diese besonders hübsche Winkerkrabbe ist deswegen zu empfehlen, weil sie im Gegensatz zu der Mehrzahl ihrer Gattungsangehörigen sehr leicht zu pflegen ist. Für zwei Männchen und drei bis vier Weibchen reicht bereits ein 60-cm Aquarium aus. Man füllt das Becken etwa 10 cm mit Brackwasser und schüttet im hinteren Teil einen Strand auf, den man mit Steinen gegen das Abrutschen sichert. Gefressen werden am liebsten Algen, doch jegliches Fischfutter, besonders aus der Tiefkültruhe, eignet sich zur Fütterung.


Mangrovenkrabbe (Ucides occidentalis) 

Der erste Gedanke beim Anblick eines solchen Tieres mit gut 40 cm Spannweite ist: wow! In der Natur lebt dieses bizarre Geschöpf in selbstgegrabenen Schlicklöchern der Mangrove, wohinein sie abgefallenes Laub der Mangrovebäume zieht. Im Terrarium kann diese Situation simuliert werden, indem ein kleiner Eimer von 5 l Fassungsvermögen im Boden eingelassen wird. Den Eimer füllt man mit Brackwasser (etwa halbe Meerwasserkonzentration). In diesem Eimer sitzt Ucides tagsüber, um des nächtens wie ein Ghul hervorzukriechen und auf den langen Beinen durchs Becken zu staksen. Glücklicherweise handelt es sich nicht um Nahrungsspezialisten. Sie nehmen das gleiche Futter wie die Halloween-Krabbe. Untereinander sind die Tiere friedlich.


Landeinsiedlerkrebs (Coenobita clypeatus) 

Es gibt wenige Tiere, die anspruchsloser in der Pflege sind als diese drolligen Häuschenträger. Im Terrarium sollte sich ein Schälchen mit Meerwasser und ein Schälchen mit Süßwasser befinden. Die Tiere klettern leidenschaftlich gerne, also sollte man den Behälter mit Wurzeln und dergleichen abwechslungsreich einrichten. Die Tiere fressen erstaunlich wenig. Man muss den Einsiedlern verschieden große leere Schneckenhäuser zur Verfügung stellen, damit sie nach der Häutung, wenn sie gewachsen sind, umziehen können. 


amtra premium crab ist das erste mit Chitin angereicherte Frostfutter für die dauerhaft gesunde Ernährung der Wirbellosen

 
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