Der Fisch des Monats - August 2004
 

Purpurkopfbarbe - Barbus nigrofasciatus

Barbennachzuchten aus dem Zierfischparadies Sri Lanka

Die vor Indien liegende Insel Sri Lanka, das frühere Ceylon, ist eines der international wichtigsten Zentren für Zierfischzucht geworden. Meist denken die Liebhaber in diesem Zusammenhang an die prächtigen Lebendgebärenden, die dort gezüchtet werden. Hier wollen wir Ihnen zwei Arten aus der weitläufigen Barbenverwandtschaft vorstellen, denen die Züchter auf Sri Lanka zur Zeit ihre besondere Aufmerksamkeit zuteil werden lassen.


Zierfischzuchtanlage auf Sri Lanka

Den Anfang soll die Purpurkopf-Barbe machen, ein für Sri Lanka endemischer, also nur dort vorkommender Fisch. Barbus nigrofasciatus, wie sie wissenschaftlich heißt, gehört mit Sicherheit zu den farbintensivsten Aquarienfischen überhaupt – soweit es die dominanten Männchen betrifft. Den Höhepunkt ihrer Farbenpracht erreichen die Männchen etwa im dritten Lebensjahr. Damit man solch stattliche Prachtexemplare in seinem heimischen Aquarium heranzüchten kann, ist auch bei dieser Barbe eine mehrwöchige „Winterpause”, wie sie nachstehend für die Colisa-Arten beschrieben wird, empfehlenswert.
Trotz gewisser äußerer Ähnlichkeiten mit der Sumatrabarbe hat die Purpurkopfbarbe ein anderes Verhalten. Vor allem geht ihr der starke Spieltrieb ab, den die Sumatrabarbe so überdeutlich zeigt. Bei der Sumatrabarbe führt das oft zu dem berüchtigten Flossenzupfen und viele Aquarianer glauben daher, alle Barben seien Flossenzupfer. Es muss an dieser Stelle ganz ausdrücklich gesagt werden, dass von den vielen Barbenarten nur die Sumatrabarben dieses im Gesellschaftsbecken negative Verhalten zeigen.

Die Ernährung von Barben im Aquarium ist vollkommen problemlos, da die Fische ausgesprochene Allesfresser sind. Um Übergriffe auf die Aquarienbepflanzung zu verhindern, muss Flockenfutter für Pflanzenfresser, z.B. amtra premium Trockenfutter zugefüttert werden. Alle Barbenarten sollten im Schwarm gehalten werden. Es handelt sich bei ihnen um Freilaicher, die sich ebenso wenig um ihren Nachwuchs kümmern, wie der nachfolgend beschriebene Malabarbärbling – es sei denn als willkommene Abwechslung auf dem Speisezettel.


Malabarbärbling - Danio aequipinnatus

Nun zu einer Fischart, die schon seit längerer Zeit kaum noch im Handel war, jetzt jedoch wieder angeboten wird: Danio aequipinnatus, der Malabarbärbling. Viele Aquarianer dürften diesen friedlichen Schwarmfisch, der etwa 10 cm Länge erreichen kann, noch unter dem Namen Danio malabaricus kennen. Das ist jedoch eine andere, wenn auch sehr ähnliche Art, mit der Danio aequipinnatus früher verwechselt wurde. Es gibt nur wenige Aquarienfischarten, die ein derart rasantes Schwimmverhalten an den Tag legen, wie der Malabarbärbling. Schon deshalb und auch, weil man mindestens zehn Exemplare gemeinsam pflegen sollte, empfiehlt sich für die Fischart ein größeres Aquarium. Die Geschlechtsreife setzt bei etwa 6 cm Gesamtlänge ein. Die Paare laichen nach heftigem Treiben seitens der Männchen an feinfiedrigen Pflanzen ab.

amtra premium vit – das richtige Futter für diese aktiven Bärblinge. Mit L-Carnitin für noch mehr Vitalität

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