Der Fisch des Monats - August 2005
 

Kaisersalmler - Schwarzer Kaisersalmler, Nematobrycon palmeri "black"

Ferrari-Fische aus Italien - die Top Ten der Durchstarter

In gut geführten Zoofachgeschäften werden immer wieder neue Tierarten oder außergewöhnliche Zuchtformen angeboten. Einige davon verschwinden bald wieder aus den Verkaufsanlagen, andere finden schnell ihre Fans und damit eine weite Verbreitung in der Aquaristik.

Solche ”Durchstarter der Fischszene” möchten wir unseren Leserinnen und Lesern diesmal vorstellen. Unser Partner der Zierfischgroßhändler Mario Zanolli aus Verona war so freundlich, uns eine aktuelle Siegerliste der beliebtesten außergewöhnlichen Fische, Amphibien und Wirbellose zusammenzustellen. Applaus für die Top-Ten aus Italien!

 

Platz 1


Barbe - Hengels Barbe, Trigonostigma hengeli

Noch vor wenigen Jahren kaum erhältlich, hat sich der schlankwüchsige Bärbling Trigonostigma (früher: Rasbora) hengeli den Spitzenplatz unter den besonderen Aquarienfischen erobert. Sie kann leicht mit den ähnlichen Arten Trigonostigma espei und der ebenfalls beliebten Keilfleckbarbe (Trigonostigma heteromorpha) verwechselt werden. Allerdings hat Trigonostigma hengeli einen schmaleren Keilfleck und bleibt insgesamt kleiner als die beiden anderen Arten. Damit eignet sie sich sehr gut als Schwarmfisch in einem mit viel Pflanzenbewuchs ausgestattetem Gesellschaftsbecken.

 

Platz 2


Skalar rot - Skalare rot, Pterophyllum scalare "super red"

Auf Platz 2 der Hitliste schwimmen besonders bunte Zuchtformen des Segelflossers. Vielleicht liegt es ja an der Ferrari-Begeisterung, daß auch unter den Aquarianern vor allem rote Farbvarianten das Rennen machen.

 

Platz 3


Flossensauger - Flossensauger, Pseudogastromyzon spp.

Platz 3 erschwimmen sich die sogenannten Flossensauger von denen die bekanntesten der Borneo-Flossensauger Pseudogastromyzon myersi und der Chinesische Flossensauger P. cheni ist. Der Name bezieht sich darauf, daß sich die Fische mit ihren Bauchflossen dicht an die Unterlage pressen, um in reißender Strömung nicht abgetrieben zu werden.
Die zu den Schmerlen gehörenden Flossensauger benötigen sauerstoffreiches, kühles Wasser. Sie fressen gerne kleines Frostfutter wie zum Beispiel Mückenlarven, aber auch eine angeschnittene Gurke wird nicht verschmäht.

 

Platz 4


Flösselaal, - Flösselaal, Erpetoichthys calabaicus

Der Flösselaal Erpetoichthys calabaricus erfreut sich schon seit Jahren besonderer Beliebtheit bei allen Aquarianer, die das Besondere suchen. Dieser urtümliche Raubfisch aus Zentralafrika fasziniert durch seine schlangenförmige Gestalt und die elegante Fortbewegung. Die Tiere sind dämmerungsaktiv und sollten nur mit Fischen vergesellschaftet werden, die groß genug sind um nicht mit Futter verwechselt zu werden.

 

Platz 5


Garnele - Süßwassergarnele, Caridina spec.

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die kleinen Süßwassergarnelen der Gattung Caridina (Platz 5). Die berühmteste unter ihnen ist Caridina japonica, die Amano-Garnele, die eine effektive Hilfe bei der Bekämpfung von Algen ist. Aber auch die anderen Vertreter verspüren einen beträchtlichen „Algenhunger“. Die Vertreter der Caridina werden nur etwa 4 cm groß und sind gegenüber den anderen Aquarienbewohnern absolut friedfertig.
 

Platz 6


Schwielenwels - Gefleckter Schwielenwels, Megalechis, thoracatum

Der Gefleckte Schwielenwels Megalechis (früher: Hoplosternum) thoracatum auf dem sechsten Platz ist aufgrund seiner Anspruchslosigkeit ein echtes Rauhbein unter den Fischen. Die Wasserqualität spielt nur eine untergeordnete Rolle, allerdings benötigt er zum Wohlfühlen geeignete Verstecke, die man zum Beispiel mit Wurzeln errichten kann.

 

Platz 7


Molch - Chinesischer Feuerbauchmolch, Cynops orientalis

Kein Fisch, sondern ein vorwiegend im Wasser lebender Molch ist Cynops orientalis auf Platz 7 der Hitliste. Die Tiere stammen aus langsam fließenden Gewässern Chinas, werden aber auch schon in großen Mengen für den Markt nachgezüchtet. Der Wasserspiegel im Aqua-Terrarium sollte nur 10-20 cm betragen. Ein kleiner Landteil wird vor allem von jüngeren Tieren benötigt. Wichtig ist, daß die Molche nicht zu warm gehalten werden, 18-25 °C scheinen optimal zu sein. Die Molche fressen so gut wie alles, was zappelt.

Platz 8


Blaubarsch - Blaubarsch, Badis badis

Der Blaubarsch Badis badis bewohnt stehende Gewässer Indiens. Die Männchen zeigen oft eine wunderschöne hellblaue Färbung und ihre Fähigkeit zu überraschendem und blitzschnellen Farbwechsel hat ihnen den Beinamen ”Chamäleonfisch” eingebracht. Die Fische sind friedlich und leicht zu halten, allerdings verschmähen sie Trockenfutter.

 

Platz 9


Panzerwels - Similis Panzerwels var. Violett, Corydoras similis "Violet"

Aus Brasilien kommen von Zeit zu Zeit violett schimmernde Corydoras similis. Diese entzückenden kleinen Panzerwelse sollten immer im Schwarm gehalten werden. Weicher sandiger Boden sollte für alle Panzerwelse obligatorisch sein, damit sich die Tiere bei der Futtersuche nicht die feinen Barteln verletzen.

 

Platz 10


Kaisersalmler - Schwarzer Kaisersalmler, Nematobrycon palmeri "black"
 

Nematobrycon palmeri, der Kaiser unter den Salmlern, beschließt die Top Ten der interessantesten Aquarienfische Italiens. Besonders edel und begehrt ist die schwarze Zuchtform dieses ursprünglich aus Kolumbien stammenden Fisches.


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