Der Fisch des Monats - Oktober 2002


Gruppe von Arnoldichthys - im Vordergrund oben ein Männchen

Fische fürs Gesellschaftsbecken  

Fische, die in einem sogenannten Gesellschaftsaquarium gepflegt werden sollen, müssen bestimmte Voraussetzungen mitbringen: Sie sollten untereinander und gegen andere Fischarten friedlich sein, ein breites Spektrum an Wasserwerten tolerieren und sie sollten keine Nahrungsspezialisten sein.

Beginnen wir mit einem wundervollen afrikanischen Salmler. Der Großschuppensalmler Arnoldichthys spilopterus (Abbildung siehe oben) kommt aus Westafrika. Die mittelgroße Art - sie kann etwa 8 cm lang werden - fühlt sich im Schwarm am wohlsten. Männchen und Weibchen kann man sehr leicht an der Färbung der Afterflosse unterscheiden. Sie ist beim Männchen stets dreifarbig gestreift. Die Haltung ist jedem Anfänger möglich, zur Zucht braucht man jedoch etwas Erfahrung. Das Aquarium für diese Fische sollte mindestens 80 cm, besser noch 120 cm lang sein.

Auch für kleinere Aquarien geeignet ist hingegen der Platy (Xiphophorus maculatus), der zur Zeit wieder in der schönen Zuchtform „Bleeding Heart“ (d.h.  „Blutendes Herz“) angeboten wird. Diese Zuchtform war fast ausgestorben, doch nehmen sich die Züchter wieder verstärkt der Tiere an. Die einzigartige Färbung soll in ähnlicher Form auch bei bestimmten Wildstämmen auftreten. Man sollte Platys nicht bei zu hohen Temperaturen pflegen, da sie sonst krankheitsanfällig werden. 


Platy "Bleeding Heart" - ein Männchen

Der Lachsrote Regenbogenfisch (Glossolepis incisus) ist eine stattliche Erscheinung, die im Laufe der Jahre auf 12 cm heranwachsen kann. Seit jüngster Zeit gibt es von dieser Art auch eine gescheckte Mutante, die ebenfalls sehr attraktiv wirkt.  Vor allem in den Morgenstunden, bei der Balz, kann man sich kaum farbenprächtigere Fische denken.


Der Lachsrote Regenbogenfisch Glossolepis incisus

Vom Kardinalfisch, Tanichthys albonubes, aus China gibt es zwei Farbschläge, die sich in der Zeichnung der Rückenflosse unterscheiden. Der „klassische“ Kardinalfisch hat eine feuerrote obere Rückenflosse. Früher glaubte man, die Form mit einem zusätzlichen gelben Saum in der Rückenflosse sei die nahverwandte Art Aphryocypris pooni, die später in Hemigrammocypris lini umbenannt werden mußte. Heute wissen wir, dass es sich nur um Farbschläge handelt und H. lini etwas ganz anderes ist. Doch der Name „lini“ (oft falsch „linni“  geschrieben), hat sich eingebürgert und zwar verwirrenderweise ausgerechnet für die Variante mit der roten Rückenflosse. Die wunderhübschen, etwa 3 cm lang werdenden Fischchen können auch sehr gut in ungeheizten Aquarien gehalten werden. Beide Farbschläge sind hervorragend für Einsteiger geeignet, zumal auch die Zucht sehr leicht gelingt.  


Hemigrammocypris lini 

 
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