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Zwei Zwergcichliden aus
Venezuela:
Mikrogeophagus ramirezi und Apistogramma hoignei
Venezuela zählt zu den bedeutendsten Exportländern für
tropische Zierfische. In den weiten Ebenen der
Graslandschaften, Llanos genannt, liegen die Lebensräume
vieler Aquarienfische.
Reist man während der Trockenzeit durch das Land, so
kann man die Restwassertümpel und kleinen Fließgewässer
schon von weitem durch frischgrünes Buschwerk oder die
kleinen Galeriewäldchen in der ansonsten trockenen
Graslandschaft erkennen. In solchen Gewässern, aber auch
in den Überschwemmungstümpeln entlang der Mündungsarme
des Orinoko, lebt der Schmetterlingsbuntbarsch (Mikrogeophagus
ramirezi). Das Wasser in diesen offenen, meist nur sehr
träge fließenden oder stehenden Gewässern ist sehr
weich, die Temperatur beträgt über 30°C.
In
den Llanos handelt es sich meist um Schwarzwasser von
dunkel-kaffebrauner Färbung. Im Überschwemmungsbereich
des Orinoko hingegen findet man helles Klarwasser. In
beiden Gewässertypen leben die Schmetterlingsbuntbarsche
und mit ihnen eine Vielzahl aquaristisch imteressanter
Kleinfischarten. Im Aquarium ist der
Schmetterlingsbuntbarsch anderen Arten gegenüber sehr
verträglich. Die Art ist ausgezeichnet für die
Gesellschaft mit südamerikanischen Kleinsalmlern, aber
auch mit anderen Fischen passender Größe geeignet. Es
ist optimal, wenn das Wasser im Aquarium möglichst weich
ist, viel wichtiger ist aber, dass die Pflegetemperatur
nicht unter 28°C liegen sollte. Gefressen wird jede
Futterart, die von der Größe her in Frage kommt, doch
wird Tümpelfutter allem anderen deutlich vorgezogen. Im
Gegensatz zu den Zwergbuntbarschen der Gattung
Apistogramma, die in Höhlen brüten, ist der
Schmetterlingsbuntbarsch ein Offenbrüter.

Mikrogeophagus ramirezi - Schmetterlingsbuntbarsch Wildform
In
manchen Lebensräumen, so z.B. in den
Überschwemmungstümpeln nahe der Mündungsarme des
Orinoko, lebt der Schmetterlingsbuntbarsch in
Gemeinschaft mit dem Hochflossen-Apistogramma, A.
hoignei. Der Hochflossen-Apistogramma hat, wie der
Schmetterlingsbuntbarsch, ein sehr weites
Verbreitungsgebiet. Je nach Herkunft können sich die
Männchen sehr in ihrer Färbung unterscheiden. Aber auch
innerhalb der Nachzuchten einer Fundortpopulation
variiert die Färbung sehr. Bei manchen Männchen können,
auch in fortgeschrittenem Alter, die attraktiven
schwarzen und roten Bänder am Rand der Schwanzflosse
oder der interessante blaugrüne Glanz in der
Körperfärbung völlig fehlen.
Im
Fachhandel wird der Hochflossen-Apistogramma regelmäßig,
meist als Nachzucht, angeboten. Durch entsprechende
Zuchtauslese präsentieren sich diese Tiere wesentlich
einheitlicher und zeigen fast alle, wenn sie erwachsen
sind, im männlichen Geschlecht die attraktiven
Farbmerkmale. Bezüglich der Pflege gelten die gleichen
Bedingungen wie beim Schmetterlingsbuntbarsch,
allerdings ist der Hochflossen-Apistogramma, wie üblich
in dieser Gattung, ein Höhlenbrüter. |

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der Zwergcichliden
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