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Man nannte sie Rasbora
Einige der asiatischen Bärblinge
gehören zu den beliebtesten Aquarienfischen.
Zu recht, denn in ihnen ergänzen sich prachtvolle
Färbung, friedliches Wesen und weitgehende
Anspruchslosigkeit in perfekter Art und Weise. Lange Zeit
wurden in der Sammelgattung Rasbora viele verschiedene
Arten künstlich zusammengefasst, die nun in eigenständige
Gattungen überführt wurden.
Zwergbärblinge
– Boraras
Die bekannteste Art dieser Gruppe ist sicherlich B.
maculata, der Zwergbärbling. In diese, gar nicht mehr so
neue Gattung (immerhin wurde sie bereits 1993 von Kottelat
und Vidthayanon aufgestellt) gehören außerdem
B. brigittae, B. micros, B. merah, B.
urophthalmoides und eine noch unbeschriebene Art. Keiner
dieser entzückenden Zwerge wird größer als 2 cm. Am schönsten
wirken sie in einem relativ dunkel stehenden Aquarium, in
dem ein größerer Schwarm dieser Tiere untergebracht ist.
Wenn viel mit feinem Frost- und Lebendfutter gefüttert
wird und dichte Hecken aus Javamoos im Becken sind, kommen
ohne Zutun des Pflegers eigentlich immer genug Jungfische
hoch, um den Schwarm zu erhalten.
Ach ja – weich und und leicht sauer sollte das
Wasser sein, wenn man züchten möchte, sonst entwickeln
sich die Eier nicht.

Boraras maculata

Boraras cf merah
Glühbärblinge
– Sundadanio
Im Gegensatz zu Boraras ist das eine ganz neue Gattung,
und sie umfasst auch nur eine Art: S. axelrodi. Dieser
ganz ungewöhnliche Bärbling kommt von den großen
Sundainseln Sumatra und Borneo, sowie von einigen kleinen
vorgelagerten Inselchen. Wir kennen einige Farbvarianten,
von denen eine rötliche von Anjungan, West-Borneo, und
eine bläuliche von Riau bei Sumatra derzeit häufiger im
Handel sind.
Aufgestellt
wurde die Gattung von Kottelat und Witte 1999. Die Männchen
lassen sich leicht von den Weibchen durch die Form und Färbung
der Afterflosse unterscheiden, die bei den Männchen groß
und schwärzlich ist. Die Art ist nur gegen Umsetzen und während
des Transportes empfindlich. Einmal eingewöhnt, ist sie
hart und ausdauernd.
Keilfleckbärblinge
– Trigonostigma
Hier kennen wir vier Arten, von denen drei auch regelmäßig
im Handel sind: T. heteromorpha, T. espei und
T. hengeli. Die vierte Art, T. somphongsi, ist
hingegen eine aquaristische Rarität. Alle vier Arten
haben den charakteristischen Keilfleck auf der Seite und
sind somit auf den ersten Blick zu erkennen. Aquarianer
wussten schon lange, dass die Keilfleckbärblinge stark
von den übrigen Rasboren abweichen. Denn Keilfleckbärblinge
laichen unter den Blättern breitblättriger Pflanzen ab
und kleben den Laich dort an. Alle anderen Rasboren legen
ihre Eier dagegen frei ins Gestrüpp feinfiedriger
Pflanzen. Nun haben Kottelat und Witte den längst überfälligen
Schritt getan, und diese extrem abweichenden Fische aus
der Gattung Rasbora entfernt.

Trigonostigma hengeli

Trigonostigma espei
Ausblick
Die etwa 60–70 Arten, die derzeit noch die Sammelgattung
Rasbora bilden, werden in 8 verschiedene Gruppen
aufgeteilt, hinzu kommen noch einige sehr abseits stehende
Arten. Die Typusart von Rasbora, nämlich die indische R.
rasbora, ist ein nicht allzu gut bekannter Fisch, der auch
kaum einmal im Aquarium gepflegt wird, weil er außer
seiner gelben Schwanzflosse mit schwarzen Markierungen
farblich wenig zu bieten hat. Insgesamt ist damit zu
rechnen, dass noch etwa 10-11 weitere Gattungen
aufgestellt werden, bevor das Namenskarusell bei den Bärblingen
zum Stillstand kommt. |

Weich
und und leicht sauer sollte das Wasser sein, wenn man
Boraras züchten möchte, sonst entwickeln sich die Eier
nicht. amtra trop schafft
stabiles, tropenweiches Süßwasser.
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