Der Fisch des Monats - Dezember 2005
 

Schwarzer Ohrgitterharnischwels "Otocinclus negros"

Das Weihnachtsspecial:
Die Top Ten der deutschen Raritäten


Unser Zierfischzentrum amtra/Aquarium Glaser importiert Süßwasserfische aus der ganzen Welt. Dabei tauchen immer wieder Raritäten und Neuheiten auf, die ihren Weg bis in die Zoofachgeschäfte finden und wegen ihrer Schönheit oder Nützlichkeit schnell zu beliebten Aquarienfischen werden.

Ganz aktuell veröffentlichen wir für unsere Leser die Hitliste der beliebtesten Raritäten. Dabei wurden nur Arten ausgewählt, die auch in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit im Handel anzutreffen sind, das heißt von denen die erfolgreiche Nachzucht gesichert ist oder genügend Wildfänge aus den Ursprungsländern in den Handel kommen.


 

1. Schwarzer Ohrgitterharnischwels "Otocinclus negros"

Der beste Algenvertilger unter den kleinen Ohrgitter-Harnischwelsen ist der so genannte "Otocinclus negros" (es handelt sich hierbei um eine noch unbestimmte Art in einer unbestimmten Gattung), der aus Paraguay stammt. Die Vermehrung ist bisher im Aquarium nur in Ausnahmefällen gelungen. Die Art sollte nicht längere Zeit bei Temperaturen über 26° C gehalten werden, da sie aus den etwas kühleren Flusssystemen Paraguays stammt. Die Fische fühlen sich am wohlsten in einer kleinen Gruppe von etwa 10 Tieren.

 

2. Riesenfächsregarnele "Atya gabonensis"

Die aus dem westlichen Afrika stammende Riesenfächergarnele Atya gabonensis ist ein Blickfang in jedem Aquarium. Dabei sind die imposanten Krebstiere absolut friedlich und vergreifen sich weder an Fisch noch Pflanze. Die Tiere haben spezielle zu Fächern ausgebildete Mundwerkzeuge mit denen sie Schwebeorganismen aus dem Wasser filtern. Die Färbung ist variabel und kann von dunkelblau bis weißgrau-marmoriert changieren. Falls notwendig kann man mit Flockenfutter oder Futtertabletten zufüttern.

 

3. Mossbällchen-Alge "Cladophora aegagropila"

Seit einigen Jahren taucht immer mal wieder eine besonders attraktive Aquarienpflanze bei uns auf die bei der es sich eigentlich um eine Grünalge handelt. Diese Algenart wird in manchen Gegenden auch etwas respektlos Seeknödel genannt. Erstmals in die Aquaristik eingeführt wurde sie in Russland und ihr rundes moosähnliches Aussehen ohne jegliche Wurzeln macht sie zu einem echten Blickfang. Die Algenbällchen können mehrere Jahre alt werden und in der Natur bis zu 20 cm im Durchmesser erreichen. Unter Aquarienbedingungen bleiben sie dagegen mit 5-10 cm wesentlich kleiner. Bei intensiver Beleuchtung produzieren die Algen viel Sauerstoff, was dazu führen kann, dass die Bällchen langsam an die Wasseroberfläche steigen.

 

4. Blaue Apfelschnecke "Ampullaria sp. "pigeon blue"

Bei der blauen Apfelschnecke handelt es sich um eine attraktive Farbmutante aus der Gattung Ampullaria. Mittlerweile existiert ein gesicherter Zuchtstamm, so daß die taubenblauen Schnecken bestimmt ihren Platz in der Aquaristik finden werden. Apfelschnecken gehören zu den interessantesten Wirbellosen, die im Aquarium gehalten werden können.

 

5. Discus Heckel Blue Nhamunda "Symphysodon discus"

Jetzt ist wieder Saison für Diskuswildfänge. Besonders schöne Exemplare kommen aus dem Rio Nhamunda in Brasilien. Die Fische haben rötliche Streifen auf einem stahlblauen Grund und zählen zu den gefragtesten Farbformen unter den Diskuswildfängen. An die Pflege dieser wunderschönen Tiere sollte sich nur der erfahrene Aquarianer wagen, da sehr niedrige pH-Werte, weiches, sauberes Wasser und abwechslungsreich Kost für eine erfolgreiche Haltung unabdingbar sind.

 

6. Zierbinden-Zwergschilderwels "L134 Peckoltia sp. vittata"

Peckoltia sp. "vittata" (die Art ist wissenschaftlich wohl noch unbeschrieben), der auch als L-134 im Handel auftaucht, ist ein hübsch schwarzweiß gefärbter Harnischwels aus dem Rio Tapajos. Dieser mit 8 cm recht klein bleibende Wels ist jetzt auch als Nachzucht lieferbar. Die Tiere sind eine echte Alternative zu Hypancistrus zebra (L-46), der aus Artenschutzgründen nicht mehr aus Brasilien exportiert werden darf. Peckoltia sp. "vittata" sollte einige Wurzeln zum Verstecken bekommen. Als Nahrung kommt vor allem Frostfutter wie gefrorene Mückenlarven in Frage.

 

7. Kangal Fisch "Garra rufa"

Bei Garra rufa handelt es sich um eine Art, die ursprünglich aus Ostanatolien aus der Gegend bei Kangal stammt. Es gibt dort eine warme Quelle mit mineralienreichem Wasser, das bei Hautkrankheiten lindernd wirkt. Zusätzlich knabbert Garra rufa abgestorbene Hautpartikelchen von den im Wasser badenden Patienten, was anscheinend den Heilungsprozess fördert. Damit hat sich dieser Fische den Ruf erworben, bei Schuppenflechte kleine Wunder zu wirken, so dass er vor allem im medizinisch-therapeutischen Bereich eingesetzt wird.

 

8. Schachbrettschmerle "Botia sidthimunki"

Jetzt ist wieder Saison für die zierliche Schachbrettschmerle Botia sidthimunki aus Laos und Thailand. Die geselligen Schmerlen sollten in einem kleinen Schwarm gehalten werden. Besonders wohl fühlen sie sich wenn das Aquarium abwechslungsreich mit Höhlen und großblättrigen Pflanzen eingerichtet ist auf denen sich die Schmerlen gerne ausruhen. Gefressen wird vor allem Lebendfutter, zum Beispiel Artemia und Daphnien, aber auch Tabletten und Flocken werden nicht verschmäht.

 

9. Schwarzer Piranha Rotbauch "Pygocentrus piraya"

Der Schwarze Piranha Pygocentrus piraya lebt im Flusssystem des Rio Sao Francisco, einem Klarwasserfluss Ostbrasiliens mit einer außergewöhnlichen Fischfauna. Dieser Piranha wird bis zu einem halben Meter lang. Nur die Oberseite ist dunkel gefärbt, wogegen die ganze untere Körperhälfte in orangerotem Glanz leuchtet. Wer das für die Haltung der Raubsalmler notwendige sehr geräumige Becken und lebende Futterfische bereitstellen kann, wird an den „Wasserwölfen“ sicherlich seine Freude haben. In ihrer Heimat werden diese Piranhas übrigens als 'Carabito' bezeichnet, was soviel wie Kannibale bedeutet.

 

10. Blauer Heringscichlide "Cyprichromis leptosoma tricolor"

Etwas friedlicher geht es bei dem letzten Vertreter der aktuellen Top Ten zu: Der Blaue Heringscichlide Cyprichromis leptosoma wird auch Zitronenschwanz genannt und erfreut sich schon seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Er stammt aus dem Tanganjika-See Ostafrikas und lässt sich ohne Probleme auch im Aquarium vermehren. Bei der Variante “tricolor“ sind die Flossen der Männchen zusätzlich dunkelblau gefärbt.

amtra algencontrol ist die optimale Vorbeugung gegen übermäßigen Algenwuchs. Es entzieht dem Wasser überschüssige Algennährstoffe ohne Beeinträchtigung von Fischen und Pflanzen - einfach ins Aquarium oder den Filter legen - fertig.

Tipp: Mit amtra algencontrol einen Teil der Keramikröhrchen als ständiges Filtermaterial ersetzen. Die porösen Strukturen ermöglichen eine intensive Besiedlung mit Filterbakterien.

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